links Kirche Vandans - rechts Muttjöchle
Sitemap Bürgerforum Impressum Veranstaltungen Notdienst / Notruf Grußkarten versenden

Pfarramt / Kirchliche Angelegenheiten

Pfarrer: Alfons Lercher
Franz Bitschnau-Weg 7
Tel. 05556 / 72718

Hl.Messen in der Pfarrkirche Vandans:


Sonntag: 07.30 Uhr
Sonntag: 09.30 Uhr
Pfarramt Vandans


Die neue Pfarrkirche

Vor dem Hintergrund der Vandanser Steinwand erhebt sich die neue imposante Pfarrkirche von Vandans. Sie wurde in den Jahren 1958 bis 1960 nach den Plänen der Architekten Hans und Ingo Fessler, Innsbruck, erbaut und gliedert sich deutlich in drei Baukörper: die eigentliche Kirche, den Sakristeibau und den anschließenden Turm, der durch seine schlanke Form und der Distanzierung vom Hauptbau an eine Kampanile erinnert. Er beherbergt das aus dem alten Turm übernommene Bronzengeläute (cis e fis a). Der Hauptbau fällt dem Beschauer sofort durch den achteckigen Grundriß, das steile, an den Seiten weitherabhängende Satteldach und durch die Lamellenfenster auf, deren Betonglasflächen wie Waben wirken und dem Bau die "moderne" Note geben. An der hohen, schmalen Vorderfassade sieht man eine monumentale Bronzenplastik (von Emil Gehrer, Bregenz), St. Sebastian darstellend, davor einen wuchtigen Altarblock aus Granitporphyr mit den Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege auf der Vorderseite (von G. Berthold, Bregenz).


Neue Kirche mit Blick auf Vandanser Steinwand


Der Verbindungsbau enthält im Untergeschoß einen Pfarrsaal sowie die Eingangshalle zur Unterkirche. Letztere befindet sich unter der Hauptkirche genauer unter dem Prespyterium derselben und hat ca. 100 Bankplätze. Der wuchtige Altartisch ist aus Trientiner Marmor und die Stirnwand schmückt ein Reliefbild - Jesus wird von Johannes getauft -, vom heimischen Bildhauer Gerhard Bitschnau. Das Obergeschoß enthält eine nach dem Kirchen inneren offene Taufkapelle sowie zwei Sakristeiräume samt Verbindungsgang zum Turm. Zwischen Turm und Sakristeien schieb sich noch ein gedeckter Stiegenaufgang, der vom tiefer gelegenen Kirchplatz zum Seiteneingang und zum rückwärtigen Hauptportal führt. Damit ist ein schöner und besinnlicher Übergang vom Profanen zum Sakralbereich geschaffen. Rechts vom Kriegerdenkmal führt ebenfalls eine Freitreppe aus Schärdinger Granit hinauf zum Friedhof und zum Hauptportal. Die Portaltüren sind mit Kupferreliefs von Baumgartner, Schwaz, geschmückt.

Der Innenraum der neuen Kirche ist 28 m lang, 25m breit, 16m hoch und hat 480 Sitzplätze. Er wird von einer gewaltigen Sparrendecke freitragend überspannt. Zwei Beton rahmen samt den dazugehörigen Betonpfetten übernehmen den Großteil der Dachlast.

Von vier Seiten flutet das Licht durch die vom Boden bis zur Decke reichenden Lamellenfenster in den Kirchenraum, wobei es freilich durch das dicke farbige Glas und dessen Betoneinfassung viel von seiner Intensität einbüßt, dafür aber eine wundersame Farbigkeit gewinnt, die dem Kirchen inneren eine selten schöne, geradezu mystische Stimmung verleiht (Entwurf und Ausführung der Betonglasfenster: Florian Jakowitsch, Wiener-Neustadt). Das schönste Farbbild ergibt sich bei Sonnenschein zur Frühjahrs- und Herbst zeit jeweils am Vormittag.

Ein gewaltiges Holzrelief über dem Hochaltar (von Baumgartner, Schwaz), darstellend Christus am Kreuz, mit Maria und Johannes d. Täufer (Kirchenpatron) auf Jesus das Lamm Gottes hinweisen, beherrscht den ganzen Raum und zieht den beschaulichen Besucher zwingend in seinen Bann. Prespyterium und Schiff bilden eine Einheit, in der dem Hochaltar die dominierende Stellung und zugleich die Volksnähe gewahrt ist, welche von der heutigen Liturgie gefordert wird. Mitten auf dem Hochaltar aber thront noch wie einst der Tabernakel als kostbares Kleinod und eucharistische Mitte, ohne die Sicht auf das liturgische Geschehen nennenswert zu behindern (2001 aber glaubte man, dass dies nicht mehr gegeben ist, und so musste der Tabernakel auf einen Seitenaltar auswichen).

Rechts vom Hochaltar öffnet sich die Taufkapelle mit dem Taufstein. Den Übergang vom Prespyterium zum Schiff bildet eine einzige Stufe mit der Kommunionbank und den Ambonen links und rechts. Über den schlichten Seitenaltären befinden sich eine Marien- bzw. eine Josefsstatue (ebenfalls von Baumgartner). Altäre, Altarstufen, Kommunionbank, Ambonen und Taufstein sind aus grünem Serpentine erstellt (Lieferant: Firma Prenn, Rankweil). An den Seitenwänden ist ein in Zirbenholz geschnitzter Kreuzweg angebracht (ebenfalls v on Baumgartner). Im rückwärtigen Kirchenraum befindet sich die übliche Empore mit der neuen Orgel von Walker aus Ludwigsburg. Der Kirchenboden ist aus robustem Schweizer Klinker, das Kirchengestühl aus steirischer Föhre. Die Kirchenheizung ist als Bankheizung (Strahlenheizung) angebracht und stammt von der Firma Accum, aus Gossau in der Schweiz.

Alles in Allem: Eine der bemerkenswertesten "modernen" Kirchen bauten von zeitloser Schönheit und Klarheit, in der sich Architekten und Künstler aber auch der Opferwille der Gemeinde ehrendes Denkmal gesetzt haben.



Weiters befinden sich im Gemeindegebiet
Vandans noch weitere 4 Kirchen bzw.
Kapellen:


Barockkirche Vandans Zur Geschichte:

Friedhofskirche (alte Kirche) Vandans
Friedhofskirche (gleich neben der Pfarrkirche Vandans)


Die erste Kapelle wurde am heutigen Standort der "Alten Kirche" im Jahre 1479 erbaut. Wie eine Skizze aus dieser Zeit zeigt, war dieser Standort früher auf einer kleinen Anhöhe, vermutlich auf einer Anschüttung gebildet. Der Friedhof wurde bei dieser Kapelle anno 1482 angelegt. Im Jahre 1614 wurde das Gotteshaus um die Emporkirche verlängert. Später 1650/51, der "Separation" (Loslösung) von Tschagguns (Vandans gehörte bis zum Jahre 1479 zur Pfarre Tschagguns, war dann in der Folge Kaplanei und Filiale von Tschagguns und konnte erst im Jahre 1651 endlich die eigene Pfarrei erhalten), war die Kapelle schlicht und ungeziert. Mittel zur Verbesserung dieses Zustandes waren nicht vorhanden. Der Turm war damals mit einem Helm versehen. Am 13. Jänner 1745 war ein "extraordinärer Sturm" (so in der Chronik festgehalten), mit Schnee vermischt und dieser riss diesen Turmhelm herunter. Im selben Jahr wurde noch die "Zwiebelkuppel" mit der heutigen Form des Turmabschlusses ausgestattet.
Nachdem die Kirche schon länger zu klein geworden war, wagte man sich im Jahre 1777 an einen etappenweisen Neubau des Langhauses (Kirchenschiff).


Zwischen 1989-1992 wurde diese Kirche total renoviert und ist somit wieder ein Schmuckstück des Dorfes. Die Kirche wird für sakrale Konzerte und als Friedhofskirche verwendet.

Wallfahrtskirche Vens

Die Wallfahrtskapelle (Unsere Liebe Frau) geht auf eine Stiftung von Anna Planggin (1613) zurück. Der mehrfach veränderte Barockbau (1722) besitzt einen Akanthushochaltar (1697) und Seitenaltäre aus dem beginnenden 18.Jhd. mit Gemälden von 1631.
Öffnungzeiten: ganzjährig geöffnet von 09.00 - 18.00 Uhr





Im äußersten Teil von Vandans am Ende von Untervens steht die Venser Kapelle, auch Venser-Bild genannt. Ihre Entstehung verdankt diese Kapelle einem Gelöbnis aus dem Jahre 1613. Damals wütete im Dorf derart die Pest, dass innerhalb von 3 Monaten 180 Bewohner starben. Eine gewisse Anna Planggin gelobte, zur Ehre der Mutter Gottes und des Hl. Sebastian eine Kapelle zu bauen, wenn der Vandanser Ortsteil Vens von der Seuche verschont bliebe. Diese Bitte fand Erhörung, die Seuche hielt am Mustergielbach und noch im selben Jahr wurde eine kleine Kapelle erbaut.
Venser Kapelle Altar

Venser Kapelle im Winter
Wallfahrtskapelle Venser Bild


Anfangs gesichert auf einem Hügel errichtet, wurde die Kapelle 1697 um mehr als die Hälfte vergrößert und mit einer kleinen Glocke versehen. Seit damals gilt sie auch als Wallfahrtskapelle, wie die vielen gestifteten Motivtafeln beweisen. Im Laufe der Zeit wurde sie neuerlich vergrößert und des öfteren restauriert. Die Kapelle ist mit 3 Altären im Barockstil ausgestattet, den Hauptaltar ziert ein Hochrelief vom Abendmahl, darüber thront das Gnadenbild der Madonna mit Jesuskind. Heute ist die Kapelle ein beliebtes Wallfahrtsziel. Auch bei Hochzeiten wird das Kirchlein gerne aufgesucht.


Hubertuskapelle im Rellstal
Hubertuskapelle im Rellstal
Kapelle im Rells, hll. Martin und Hubertus

Die Rellser Kapelle soll der Überlieferung nach 1749 errichtet worden sein, ist doch das Jahr der ersten Zelebration - 1750 - an der rückseitigen Innenwand der Kapelle zu lesen. Die Auswahl der in der Kapelle verehrten Heiligen vermittelt deutlich das Anliegen der Errichter. Im Mittelpunkt stand das Motiv "Mariahilf" , das für den lokalen barocken Wallfahrtsgedanken große Bedeutung erhalten hatte. Mehrere für die Landwirtschaft charakteristische Heilige wurden beigefügt.

Die Kapelle zum hl. Martin wurde nach einer Generalsanierung 1949 bei der Einweihung am 21. August 1949 auch dem Hl. Hubertus geweiht.

1979 unter großem Einsatz privater Helfer die Kapelle um eine Länge nach Südosten versetzt, neu errichtet und mit einem entsprechenden Fundament versehen.

Heute präsentiert sich die Kapelle als ein Kleinod des volkstümlichen Spätbarocks im Montafon. Das Äußere entspricht trotz Neubau dem lokalen Kapellenbautypus des 18. und 19. Jahrhunderts. Während die Innenansicht gleich blieb, wurde das äußere Erscheinungsbild durch den Einsatz von Steinen aus dem Rellstal verändert. Im Inneren fällt vor allem der kleine Säulenaltar mit dem Mariahilfbild auf, der dem volkstümlich-spätbarocken Stilempfinden der Region im frühen 19. Jahrhundert entspricht. Unter Mariahilf sind die Hll. Martin und Franziskus im Bild zu sehen; davor stehen die plastischen Figuren der Hll. Antonius (Abbas) und Wendelin.

und die Mansaurakapelle auf Ganeu.
Mansaurakapelle
Mansaurakapelle zur Hl.Mutter-Gottes

Die alte Kapelle zur hl. Mutter-Gottes wurde 1870 - 1875 neben dem alten Fußweg nach Ganeu errichtet. Finanziert wurde sie damals von Franz Josef Koller (vuglo Marxer Franz) in Innerbach. Hauptbild war ein Maria-Hilf Bild, links und rechts St. Martin mit einem Bettler und St. Anton Pad., darüber Gott Vater; ebenso beidseits Statuetten, St. Josef mit Kind und ein Apostel (Paulus?).

Weil die Kapelle im Wald stand und wenig Sonne hinstrahlen konnte, war die Kapelle ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt und so ergab sich, dass bald wieder ein Zerfall eintrat. Nachdem sich niemand um die Kapelle angenommen hat, zerfiel sie in verhältnismäßig kurzer Zeit. Lediglich ein paar Statuten wurden noch gerettet. Anfangs der 70er Jahre des 20. igsten Jahrhundert fiel die Kapelle bis auf die Stirnwand in sich zusammen.

1989 begannen Hans Künzle und Gerhard Stampfer die Kapelle an anderer Stelle, nahe dem Ganeuweg neu zu errichten. Durch freiwillige Helfer und Spenden unterstützt konnte der Bau vollendet und am 10. September 1989 von Dekan Peter Bitschnau aus Tschagguns eingeweiht werden. Die Kapelle ist geziert mit einem Dachreiter in dem eine kleine Glocke hängt. Im inneren befinden sich ein kleines Altärchen mit einem Muttergottesbild und zwei Statuten aus der alten Kapelle.
nach oben